
Was haben Papiersterne mit Mathematik zu tun? Wie können wir das, was wir in den letzten Wochen über Drei- und Vierecke gelernt haben zum Bau eines dreidimensionalen Sterns benutzen? Vor dieser Herausforderung standen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b während eines 7-stündigen Projekts des Mathematik- und Kunstunterrichts.
Die erste Frage aus der Klasse, nachdem das Thema klar war, lautete: „Verkaufen wir die dann für einen guten Zweck?“ Der Zweck des Projekts war aber nicht die Herstellung besonders schöner, verkäuflicher Sterne, sondern eigene Ideen zu entwickeln zu der, wie Mathematiker sagen würden „nichttrivialen“ Aufgabe, ein räumliches sternförmiges Gebilde zu entwerfen und aus Papier herzustellen.
Bevor wir uns daran wagten falteten zur Einstimmung erst einmal alle nach Anleitung mehrere rautenförmige Module. Aus 30 solcher Einzelteile setzten einige Schüler später einen so genannten Aureliostern zusammen. Anleitungen hierzu finden sich zahlreich im Internet oder in Bastelbüchern.
Für die Entwürfe eigener Sterne entwickelten wir dann gemeinsam verschiedene Lösungsideen: So kann man pyramiden- oder kegelförmige Sternzacken an einen Mittelkörper ankleben oder man konstruiert die einzelnen Zacken so, dass sich aus ihnen auch gleich der Mittelteil zusammensetzt. Ein anderer Zugang wäre, viele Einzelflächen so zu einem Körper zusammenzusetzen, dass die Klebelaschen nach außen stehen und die Zacken bilden. Schließlich wurde noch vorgeschlagen, mehrere zweidimensionale Sterne in einem bestimmten Winkel zueinander zusammenzustecken.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich für eine dieser Methoden interessierten, bildeten anschließend eine Gruppe. Ohne weitere Vorgaben wurde nun fast zwei Stunden lang gezeichnet, geschnitten, gefaltet und geklebt – mal alleine, mal mit den anderen zusammen.











