
Mit dem folgenden Text gewannen Noah Mauthe und Tobias Henning aus der 7c zum zweiten Mal in Folge den 3. Preis beim Schreibwettbewerb der Nürnberger Nachrichten und des VDE. Der Preis wurde am 27.07.2011 im Rahmen des Schülerforums des VDE an der Ohm-Hochschule in Nürnberg überreicht.
von Noah Mauthe & Tobias Henning, Gymnasium Eckental 7c
Bei der Hypco, der Fachmesse für Flugzeugbauer und Airlines, die in alternative Technologien zu investieren bereit sind, lieferten gleich drei große Konzerne einen Vorschlag zur zukünftigen Gestaltung der Flugzeuge ab, den sie zusammen ausgearbeitet hatten. Die Marktführer Boeing und Airbus stellten in Zusammenarbeit mit der Zivko Aeronautics und anerkannten Wissenschaftlern aus aller Welt einen Konstruktionsplan für das neue Projekt vor. „Diese Maschine wird ohne Schadstoffausstoß auskommen und somit keine Umweltprobleme verursachen“, behauptete der Airbusvorsitzende Optenders stolz. Boeing ging sogar noch weiter und meinte, dass das Flugzeug alle Umweltprobleme lösen wird, da es während des Flugs Energie produziert, die aber nicht komplett verbraucht wird, sodass der überschüssige Strom ins Stromnetz eingespeist werden kann. Doch wie funktioniert dieses Wunder der Technik? Wie kann ein Flugzeug diese Unmengen an Überschussenergie produzieren und dabei gleichzeitig noch genügend Strom für die eigene Antriebstechnik haben? Doch auch darauf hatten die Luftfahrtingenieure eine Antwort: „Wir haben auf einige alte Technologien zur Energiegewinnung zurückgegriffen und diese verbessert. Außerdem sind natürlich auch einige neue Techniken hinzugekommen. Dadurch haben wir eine Maschine erschaffen, wie es so schnell keine zweite geben wird.“
Bei den Besuchern kam die Flugzeugstudie jedenfalls sehr gut an. Die Airlines waren begeistert, da sie durch diese Innovation nicht nur Kosten sparen, sondern wahrscheinlich auch sehr viel Geld verdienen werden. Außerdem können sie, da das Flugzeug größtenteils aus hochbelastbarem Gummi, einem nachwachsenden Rohstoff besteht, ihren Kunden zeigen, dass sie auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen. So hoffen sie auch neue Fluggäste anzuwerben, obwohl die Airlines sowieso schon den größten Teil aller Reisenden befördern. Doch noch ist nicht klar, wie viel BoZivAir3000 kosten wird und ob die die Investition wirklich so rentabel ist, wie die Hersteller versprechen und die Airlines sich erhoffen. Doch in jedem Fall bleibt BoZivAir3000 ein Wunderwerk der Technik. Dazu trägt vor allem der erstmals als Baumaterial verwendete Gummi bei. Es ist leicht, stoßfest, nahezu unzerbrechlich und kann im Falle eines Absturzes den Aufprall auf den Boden dämpfen und damit Passagieren und Besatzung das Leben retten. Außerdem verfügt das Flugzeug über einen Regentrichter für den Hybridmotor. Dieser ist so gebaut, dass er die aerodynamische Form und das Gewicht der Flugmaschine kaum beeinträchtigt. Bei Regen läuft das Wasser in den Trichter an der Oberseite der Kabine und fließt durch zwei Kanäle, an jeder Seite des Flugzeugs einer, unter dem Boden aus dem BoZivAir3000 heraus. Dadurch treibt er vier Turbinen an, die einen Teil der Stromversorgung des Flugzeugs gewährleisten. Außerdem sind an den Oberseiten der Flügel und der Kabinendecke Solarpaneele angebracht, die für die Stromversorgung der Bordelektronik und des Motors und zusammen mit den Regenturbinen sogar auch noch für die Beleuchtung und die interaktiven Sitze aufkommen können. Dabei entsteht, wenn nicht alle Sitze in Betrieb sind, schon ein Energieüberschuss. Doch selbst wenn es nicht regnet, ist die Stromversorgung bestens gewährleistet. Durch die Körpertemperatur der Fluggäste werden in den Rückenlehnen der Sitze winzige Luftkammern erwärmt, die durch kleine Windräder Strom erzeugen. Des Weiteren ist in den Boden des BoZivAir3000 ein Windkanal mit mehreren Windenergieanlagen integriert, der durch eine Öffnung in der Flugzeugnase mit der Luft aus dem Fahrtwind versorgt wird. In diesem Kanal werden auch
von mehreren Sensoren die Luft und der Wind untersucht. So lassen sich für den Bordcomputer leichter Unwetter voraussagen und auch an andere Flugzeuge übermitteln. Das macht das Fliegen deutlich sicherer. Die Fenster lassen sich auf Wunsch des Kunden manuell verdunkeln oder tun das bei zu hoher Sonneneinstrahlung selbstständig. Dadurch ist die Klimaanlage, die für jeden Platz einzeln steuerbar ist, nur noch sehr wenig beansprucht. Auch die Sitze sind komplett neu entwickelt worden, um dem Klienten mehr Komfort zu bieten. Sie lassen sich in jede Position bringen und passen sich der Körperform des Gastes an. So kann sich jeder zurücklehnen und den Flug genießen oder durch das durchsichtige Gummidach den Himmel betrachten. Außerdem sind die Sessel nur mit Magneten verankert und lassen sich so zum Beispiel zu Gruppen zusammenschieben. Im Falle einer Turbulenz verankern sie sich innerhalb einer Hundertstelsekunde automatisch im Boden. Mit dem gleichen Prinzip bewegt sich auch unser Roboterpersonal durch das Flugzeug. Man muss nur einen Knopf betätigen, um es zu rufen. Zum Abschluss der Messe luden die Konstrukteure alle Interessierten zum Jungfernflug des Prototypen in fünf Jahren am 30.07.2368 ein. Sie hofften, dass bis dahin vielleicht sogar schon mit der Serienproduktion begonnen werden kann.