GYMNASIUM ECKENTAL

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Projekttage "Afrika ist bunt" am Gymnasium Eckental

 

Aus aktuellem Anlass der Fußball-WM in Südafrika, fanden am 22./23. Juni 2010 im Gymnasium Eckental die Projekttage zum Thema „Afrika ist bunt“ statt. Bunt war vor allem die Beschäftigung der Schüler und Lehrer mit dem vielseitigen und vielschichtigen Kontinent.

So wurde nicht nur die WM-Thematik, beispielsweise beim detailgetreuen Nachspielen des Turniers unter dem Namen Fußball und andere Spiele von Herrn Beierlorzer und seinem Sport-LK, sondern auch das afrikanische Leben in all seinen Facetten  behandelt.

Der typische afrikanische Alltag konnte beim Bau eines traditionellen Sonnenofens, beim Zubereiten landestypischer Gerichte in der Projektgruppe Afrikanisches Kochen oder mit der Beschäftigung zum Thema Fairtrade-Kaffee - interessiert mich nicht die Bohne nachempfunden werden.  Daneben wurde dieses in Arbeitskreisen wie Das Leben der Himba und Afrikanische Dorfgemeinschaft besprochen.

Überhaupt lag der Schwerpunkt in diesen Tagen auf Kultur: So gab es ein breit gefächertes Angebot, beispielsweise das Basteln von Schmuck oder das Anfertigen von Tonmasken. Auch wurden Merkmale aus Kultur und Literatur auf Leinwand festgehalten. Andere Schüler beschäftigten sich mit Märchen, indem sie T-Shirts bedruckten oder diese szenisch darstellten.

Einen weiteren Aspekt stellen Musik und Kultur dar: Musikinteressierte konnten sich im Afrikanischen Trommeln sowie in einer Kombination von Musik, Tanz und Body Percussion aus Uganda ausprobieren. In Kreativität übten sich die Teilnehmer des Projektes Afrikanische Bilder chemisch malen und des Salsa -Tanzkurses.

Ein Highlight der zweitägigen Projekttage stellte I-Themba dar, drei Workshopteams, die nicht nur Aspekte wie Rassismus und afrikanische Geschichte in den Vordergrund stellten, sondern auch mit Tanz und Musik die Schönheit des schwarzen Kontinents präsentierten.

Im Programm stand des Weiteren das breite Feld afrikanischer Literatur, welche einerseits szenisch dargestellt, andrerseits gelesen wurde. Dies geschah sowohl in englischer – im Arbeitskreis Postcolonial Literature – English Literature from Africa – als auch in deutscher Sprache. Hierbei wurden die Werke „Nomadenkind“ von Alek Wek, „Der Chronist der Winde“ von Henning Mankell und „Mord in Mombasa“ von Nick Brownlee analysiert. Außerdem wurde der Roman „Wüstenblume“ behandelt. Dieses Kennzeichen Afrikas – die Wüste – wurde durch Experimente und filmische Dokumentation zu deren Ausbreitung und die dort mögliche Energieerzeugung auf anschauliche Art und Weise erörtert.

Afrikas geographische Struktur erforschten die Arbeitsgruppen Afrika als Mosaik  und Afrika visualisieren – 3D-Darstellung, welche mit verschiedenen Mitteln den Kontinent gestalterisch veranschaulichten.

 

Ferner widmeten sich andere Gruppen der exotischen Tierwelt Afrikas und brachten mit einer Desert-Jungle-Mountain-Rallye, wie man im Dschungel am Besten überleben kann. Weitere Arbeitsgemeinschaften gingen explizit auf einzelne Länder, wie Ruanda und Uganda und Namibia ein. Detailliert wurde ebenso der Alltag in Kairo untersucht.

Außerdem nahmen Teile des großen Spektrums der afrikanischen Geschichte Raum ein. Angefangen vom Ursprung des Menschen anhand von Fossilienfunden, über den Deutschen Imperialismus in Afrika bis hin zur Person des Theologen, Philosophen und Forschers Albert Schweitzer. Praktisch wurde der historische Hintergrund beim Bau eines Kolonialwarenladens umgesetzt.

Ausführlich kamen auch gesellschaftliche Probleme in den Gruppen Apartheid, Aids in Afrika, Südafrika - Aids und Apartheid, Leben im Slum und das Müllproblem zur Sprache. Jedoch wurden nicht nur Probleme sondern auch deren Lösungen im Projekt One laptop per child aufgezeigt. Ebenso wurde ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, untersucht, ob Homosexualität in Afrika als Problem angesehen wird. Zu guter letzt wurde die Wahrnehmung des Kontinents unter die Lupe genommen, im Besonderen in Deutschland sowie in der BBC.

Insgesamt bleiben die zwei Tage allseits in guter Erinnerung, da sie mit außergewöhnlichen Erlebnissen und neuen Erfahrungen in Bezug auf Afrika verbunden sind. Um den nun bestehenden Kontakt der Schüler mit Afrika aufrecht zu erhalten, knüpfte eine spezielle Gruppe Brieffreundschaft mit Kindern aus Kenia.

 

 

 

Aus der Presse:

Pegnitz-Zeitung.pdf

Wochenblatt1026.pdf

Wochenblatt1027.pdf