GYMNASIUM ECKENTAL

image slideshow

Jahresbericht 2007

Die Meinung und das Engagement der Eltern sind gefragt

Im Schuljahr 2006/2007 stand wieder eine Neuwahl des Elternbeirats an, die am 25. Oktober 2006 stattfand. Die Wahlbeteiligung lag bei 12 %. Dies ist verglichen mit anderen Gymnasien der Region recht beachtlich und ist vielleicht auf die gute - aber durchaus auch sehr aufwändige - Vorbereitung (z.B. in Gestalt der Erstellung eines ausführlichen Kandidatenblatts) der Wahl zurückzuführen. Als besondere Schwierigkeit erwies sich wieder einmal, eine genügende Anzahl interessierter Eltern für die Kandidatenliste zu gewinnen. Es ist schade, dass nur so wenige Eltern die Zeit erübrigen können oder wollen, die nötig ist, um aktiv an der Gestaltung des Schullebens ihrer Kinder mitzuwirken. Deshalb bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals herzlichst bei denjenigen, die trotz beruflichen oder anderweitigen Engagements bereit waren, für den Elternbeirat zu kandidieren.

Bitte bedenken Sie, je mehr Interesse die Eltern an der Arbeit des Elternbeirats zeigen – ob als Wähler oder als Kandidat – umso mehr Gewicht bekommt Ihre Elternvertretung.

Der neu gewählte Elternbeirat (mit 8 neuen Mitgliedern und Ersatzmitgliedern) war auch gleich gefordert mit der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer bayernweit auf die Klassenstufen 5 bis 10 ausgerichteten Umfrage der Landeselternvereinigung (LEV) zur Situation der SchülerInnen und ihrer Familien im Zeitalter des G8.

Wir dachten, diese Fragebogenaktion sei eine gute Gelegenheit, die Meinungen und Wünsche der Eltern auch zu den Verhältnissen an unserer Schule zu erfragen. Aus diesem Grund fügten wir dem offiziellen Fragebogen noch einen weiteren zu schulinternen Themen an.

Mit Unterstützung der KlassensprecherInnen – denen wir hier noch einmal ausdrücklich danken wollen – konnten 619 der 826 ausgeteilten Bögen (entsprechend 75 %) ausgefüllt zurückerhalten werden. In den 5. Klassen konnte wurde sogar ein Rücklauf von 94,8 % verzeichnet!

Wegen der großen Komplexität der Fragen und der hohen Zahl erhaltener Anregungen und Wünsche nahm die Auswertung der Fragebögen letztlich doch erhebliche Zeit in Anspruch.

Das Ergebnis dieser Umfrage der LEV an allen bayerischen Gymnasien war ausführlich in der Presse zu studieren. Im Vordergrund vieler Elternaussagen stand die starke (zeitliche) Belastung der Familien durch die Stofffülle und die Stundendichte im G8, was in zahlreichen Fällen einen hohen Bedarf an häuslicher Mithilfe und professioneller Nachhilfe erzwingt. Erschwerend wird weiterhin bemerkt, dass die G8-GymnasiastInnen nahezu keine ausgleichende Freizeit mehr hätten.

Am GymEck sind keine wesentlichen Abweichungen von diesen Ergebnissen und Schlussfolgerungen zu erkennen.

Im schulinternen Teil des Fragebogens haben erfreulich viele Eltern die Gelegenheit wahrgenommen, Anregungen und Wünsche einzubringen. Es gab darunter viele Punkte, die immer wieder genannt angesprochen wurden. Im Mai trafen sich daher die Klassenelternsprecher mit dem Elternbeirat und dem Schulleiter Herrn Arnet, um die wichtigsten Themen konkret zu formulieren und im Detail zu diskutieren.

Zusammen mit der Schulleitung wollen wir diese Anregungen aufnehmen und gemeinsam mit allen Beteiligten an ihrer Umsetzung arbeiten.

Das gemeinsame Ziel von Schulleitung und Elternvertretern ist es, u.a.durch die Arbeit an den von den Eltern genannten Punkten, insgesamt die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Dies wird ein längerer Prozess über mehrere Jahre sein. Vorrangig soll angestrebt werden, dass alle SchülerInnen angstfrei zur Schule gehen können, und die Eltern häufiger, insbesondere in Konfliktfällen, den direkten Kontakt zu den Lehrkräften suchen.

Viele Eltern hatten sich auch bereit erklärt, der Schule ihre besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse oder Kontakte aus Beruf und/oder Hobby, z.B. für spezielle Projekte, zur Verfügung zu stellen. Wir haben diese Eltern alle angeschrieben, um die Angebote zu präzisieren und ihre zeitliche Verfügbarkeit abzuklären. Diese Daten sollen der Schule bzw. den Lehrkräften und Fachschaften einen raschen Einblick in diese wertvollen Kompetenzen aus der Elternschaft ermöglichen, um letzlich dadurch das Schulleben unserer Kinder zu bereichern.

Was ist aus dem letzten Schuljahr noch zu bemerken?

Am Anfang des Schuljahres organisierte der Elternbeirat die von langer Hand vorbereitete Schließfach-Aktion. Unter hohem finanziellen Aufwand von Landkreis und Elternbeirat wurden die Schließfächer wieder instand gesetzt und verlorene Schlüssel nachbestellt. Durch die - seit diesem Jahr erstmals namentliche - Vergabe der Schließfächer besteht die Hoffnung, die damit verbundenen Kosten in Zukunft niedrig halten zu können.

Ein Teil der Elternspenden und der Erlöse aus den Secondhand-Basaren und dem Sommerfestes wurde in die weitere Ausstattung der Schule investiert. So beteiligte sich der Elternbeirat an der Finanzierung neuer Präsentationsplatten für den Kunstunterricht, an der Einrichtung eines zusätzlichen Lagerraums im neuen Anbau, aber auch an der finanziellen Unterstützung der Arbeitsgruppe „Soziales Lernen/Konfliktmanagement“.

Eine kleine Gruppe aus Elternbeiräten und engagierten Müttern bereitet zusammen mit der Schulleitung die Rahmenbedingungen für die zukünftige Versorgung mit Mittagessen im neuen Anbau vor.

Auf Initiative von Eltern konnten mehrere Konversationskurse in Englisch angeboten werden, um die SchülerInnen der 11. Klassen zusätzlich auf die neuen Anforderungen einer mündlichen Schulaufgabe vorzubereiten. Mit MuttersprachlerInnen konnten die SchülerInnen die englische Sprache frei, d.h. ohne die „Kontrolle“ durch einer Lehrkraft, einsetzen.

Dr. Monika Nottbeck

<< zurück