Organisation der einzelnen Zfu-Stunden
In jeder Klasse gibt es zwei Zfu-Assistenten/innen, also engagierte Schüler/innen, die zu Beginn des Schuljahres festgelegt bzw. gewählt werden, die für Planung und Organisation bzw. Moderation der Zfu-Stunden zuständig sind. Sie sammeln von ihren Mitschülern im Vorfeld Themen und sprechen diese spätestens drei Tage vor dem Zfu-Termin mit dem Lehrer ab. Geschieht dies nicht, findet Unterricht statt – allerdings hat hier auch die Lehrkraft selbst die Möglichkeit, pädagogische Anliegen vorzugeben.
Um für diese anspruchsvolle Aufgabe gerüstet zu sein, erhalten unsere Zfu-Assistenten zu Beginn des Schuljahres eine Schulung, ergänzt um regelmäßige Evaluation und „Auffrischungsstunden“. Somit führen diese Schüler die Zfu-Stunden in Eigenverantwortung durch. Der Lehrer der Stunde ist jedoch nach wie vor für eine angemessene Disziplin in der Klasse zuständig.
Die Zfu-Stunden leben davon, dass sich möglichst viele Schüler der Klasse mit eigenen Beiträgen und Ideen einbringen und miteinander reden; als besondere Gesprächssituation bietet sich hier ein Stuhlkreis an, bei dem jeder jeden im Blick hat. Schüler sollen sprechen, ohne sich zu melden, was zur gegenseitigen Aufmerksamkeit und Rücksichtsnahme zwingt und der Klasse nach dem ersten Chaos von selbst die Notwendigkeit von Gesprächsregeln zeigt – die sie dann mit Hilfe der Zfu-Assistenten für sich aufstellen.

