Aufgabe der Lehrkräfte
Alle Lehrer/innen sollten dem Zfu-Projekt aufgeschlossen gegenüber stehen und dies als Chance wahrnehmen, dass Schüler in diesem Rahmen Kommunikation und einen sorgfältigen Umgang miteinander trainieren können. Davon wird unser Schulklima positiv beeinflusst.
Schüler profitieren, wenn der Lehrer einmal nicht Moderator der Stunde ist, sondern Beobachter, der sie Themen, die sie selbst betreffen, eigenverantwortlich besprechen und lösen lässt.
Natürlich wird nicht jede Zfu-Stunde „glatt“ laufen, werden nicht alle Schüler gleichsam motiviert sein oder sich vorbildlich an Gesprächsregeln halten. Dies wäre zwar schön, ist aber nicht automatisch zu erwarten, da die Schüler ja noch im Lernprozess stehen und Fehler machen (müssen). Wenn eine Stunde "misslingt", hat in erster Linie nicht die Lehrkraft versagt, sondern die Schüler waren (noch) nicht hinreichend fähig. Genau aus diesem Grund wurde Zfu ja eingeführt! Zuerst sollen die Schüler selbst versuchen, die Missstände abzustellen. Die Lehrkraft beteiligt sich zunächst als gleichberechtigter, symmetrischer Gesprächspartner und kann auf Schwierigkeiten, offensichtliche Fehler und Defizite hinweisen. Falls es den Zfu-Assistenten alleine nicht gelingt, die Disziplin in der Klasse aufrechtzuerhalten, sollte die Lehrkraft sie dabei unterstützen. Nur wenn sich die ganze Klasse offenkundig destruktiv verhält, sollte eine Zfu-Stunde abgebrochen werden. Gelungene Stunden sind ein Erfolg der Schüler.

